Dienstag 17. Oktober 2017
Der Staat unterstützt Eltern finanziell (© shutterstock)
Familienbeihilfe und Steuern

Entlastung fürs Familienbudget

 

Damit Familie gelingen kann, braucht es neben Zuwendung, Zeit, Verantwortung und Liebe auch materielle Voraussetzungen, also Geld, um die Bedürfnisse der in ihr lebenden Menschen abzudecken. Der Bund, aber auch Länder und Gemeinden fördern Familien mit unterschiedlichen Leistungen.

Familienbeihilfe


Unabhängig von ihrem Ein­kom­men, haben Eltern mit Wohn­sitz in Ös­ter­reich und einem legalen Aufenthalt An­spruch auf Fa­mi­li­en­bei­hil­fe.
› Informationen über die Familienbeihilfe
› Familienbeihilfenrechner des Familienministeriums

 


Steuervorteile für Familien

Für Familien gibt es Absetzbeträge, um die sich die Lohnsteuer verringert. Außerdem profitieren alle Eltern vom Kinderfreibetrag. Spezielle Ausgaben wie etwa Kinderbetreuung oder Ausbildungskosten können von der Steuer abgesetzt werden.

› Steuertipps für Familien

10 Tipps zum Steuersparen des Katholischen Familienverbandes

 

 

Weitere finanzielle Unterstützungen für Familien

 

Jährlich stehen rund 6,25 Milliarden Euro aus dem Familienlastenausgleichsfonds zur Verfügung. Neben dem Bund gibt es auch in den Bundesländern diverse Familienleistungen.

› Übersicht über unterschiedliche Unterstützungen

 

Familienhärteausgleich

 

Aus diesem Bereich können Familien oder auch werdende Mütter eine einmalige Überbrückungshilfe beziehen.

Es müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: 

  • Die Antragstellerin/der Antragsteller besitzt die österreichische Staatsbürgerschaft (bzw. ist EU-Bürger/in, anerkannter Flüchtling oder staatenlos).
  • Es wird für mindestens ein Kind Familienbeihilfe bezogen (oder eine Schwangerschaft liegt vor).
  • Ein unverschuldetes unabwendbares Ereignis hat in die finanzielle Notlage geführt, z.B. ein Todesfall, Krankheit, Behinderung, Erwerbsunfähigkeit, ein Unfall, eine Naturkatastrophe. Die Notlage kann von der Familie oder der werdenden Mutter auch nach Inanspruchnahme der gesetzlich zustehenden Leistungen bzw. Ansprüche nicht selbst bewältigt werden.

Es können nur Überbrückungshilfen gewährt werden, Unterstützungen zum laufenden Lebensunterhalt einer Familie sind nicht möglich. Ein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Familienhärteausgleich besteht nicht.

› Antragsformular zum Download

 

Unterhaltsvorschuss

 

Ein Unterhaltsvorschuss kann beantragt werden, wenn bei getrennt lebenden bzw.geschiedenen Eltern der zum Kindesunterhalt verpflichtete Elternteil seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt.

Wichtig ist hierbei, dass – abgesehen von wenigen Ausnahmen – der Anspruch auf Geldunterhalt und dessen Höhe gerichtlich festgelegt wurde (Scheidungsvergleich, Gerichtsbeschluss) und die zwangsweise Hereinbringung der Zahlungen bei Gericht beantragt wird (spätestens mit der Antragstellung auf Unterhaltsvorschuss).

Außerdem dürfen Kinder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sie dürfen nicht mit dem/der Unterhaltsschuldner/in im gemeinsamen Haushalt leben, müssen sich in Österreich aufhalten und die österreichische Staatsbürgerschaft oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen (oder staatenlos sein).

> Informationen zum Unterhaltsvorschuss

 

 

 

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