Mittwoch 13. Dezember 2017
Frauen können sich frei für oder gegen eine PND entscheiden (Foto: shutterstock)
Pränataldiagnostik

Eine informierte Entscheidung treffen

 

Untersuchungen des Kindes vor der Geburt (Pränataldiagnostik) werden durchgeführt, um

  • Gefährdungen der Mutter und der Entwicklung des Kindes zu erkennen und zu behandeln (z. B. Gestose, Infektionen)
  • Organfehlbildungen zu erkennen und manchmal zu behandeln (z. B. Herzfehler)
  • anlagebedingte Entwicklungsabweichungen zu erkennen (z. B. Trisomie 21) – diese können nicht behandelt werden

Um eine bewusste und selbstbestimmte Entscheidung über Ausmaß oder Art der Untersuchung treffen zu können, sind umfassende Informationen wichtig.

 

Welche Untersuchungen gehören zur PND?


In der Pränataldiagnostik wird zwischen invasiven und nicht-invasiven Methoden unterschieden.

  • Nicht-invasiv: Nicht-invasive Untersuchungen werden nur außerhalb des Körpers der Frau vorgenommen. Dazu gehören Ultraschalluntersuchungen, speziell Nackendichtemessung, Doppler-Ultraschall und Organscreening sowie mittels Blutabnahme bei der Mutter der Combined Test und der Triple Test.
  • Invasiv: Zu den invasiven Methoden gehören Chorionzottenbiopsie (Entnahme von kleinen Bestandteilen aus der Plazenta), Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) und Chordozentese (Nabelschnurpunktion).

Keine Garantie


Pränataldiagnostik kann einiges, zum Beispiel bestimmte Krankheiten ausschließen und dadurch mitunter beruhigen. Oder Fehlbildungen rechtzeitig erkennen, sodass das Kind vielleicht schon im Mutterleib behandelt werden kann. Nach wie vor kann allerdings wesentlich mehr erkannt als gelindert oder geheilt werden. Der Wunsch eines Paares nach einem gesunden Kind ist nachvollziehbar und eines der stärksten Motive, PND in Anspruch zu nehmen. Doch gerade das kann keine vorgeburtliche Untersuchung: ein gesundes Kind garantieren!

 

Freie Entscheidung


Es gibt unterschiedliche vorgeburtliche Diagnostik-Methoden, die zusätzlich zu den Untersuchungen der Mutter und den Ultraschall-Untersuchungen angeboten werden. Jede Frau kann sich frei entscheiden, ob sie eine dieser Pränataldiagnostik-Untersuchungen in Anspruch nehmen will oder nicht. Sie kann ohne Abzug vom Kinderbetreuungsgeld auch ablehnen.

 

Wer zahlt die Kosten?


Zu folgenden Untersuchungen kann eine schwangere Frau ohne Angabe von Gründen Nein sagen: Zu jedem Ultraschall – also auch zu den im Mutter-Kind-Pass vorgeschlagenen –, Nackenfaltenmessung, Bluttest („Praena-Test“), Organ-Screening, Dopplerultraschall, Combined Test, Triple Test, Chorionzottenbiopsie, Fruchtwasseruntersuchung, sonstige pränataldiagnostische Tests.


Häufig sind diese Untersuchungen oder Tests selbst zu bezahlen. Es ist ratsam, immer auch nach den Kosten zu fragen, wenn PND angeboten oder empfohlen wird.


Verunsicherung


Neben den eingangs erwähnten Vorteilen können sich manche Untersuchungsmethoden grundsätzlich auch nachteilig auf das Erleben einer Schwangerschaft auswirken. Durch die Suche nach Abweichungen von Normen, wie es bei der Pränataldiagnostik oft der Fall ist, kann das Vertrauen in einen normalen Schwangerschaftsverlauf und in eine natürliche Geburt getrübt werden und verunsichern.

Oft wird vergessen: 97 Prozent aller Kinder kommen gesund zu Welt. Die meisten Behinderungen entstehen erst bei der Geburt, durch Krankheit oder einen Unfall.

 

Detaillierte Informationen über die einzelnen Untersuchungen finden Sie auf www.pränatal-info.at.


Begleitung vor, während und nach der PND

 

Um eine gut informierte Entscheidung über Pränataldiagnostik treffen zu können, bieten wir psychosoziale Beratung vor, während und nach pränataler Diagnose an.


Grundsätzliche Infos und Überlegungen zu PND finden sich auch auf
www.prenet.at oder in dem Buch „Aus dem Bauch heraus“.

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