Dienstag 17. Oktober 2017
Pressemeldungen 2017

Schwangerenberatung darf nicht dem Parteien-Hick-Hack ausgeliefert werden

aktion leben zu der gestrigen Diskussion um zusätzliche Schwangerenberatung im Parlament: „Die Diskussion über zusätzliche Schwangerenberatungsstellen zeigt, dass Schwangerenberatung grob unterschätzt wird und Fachkenntnis fehlt“, betont Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben.

 

Ergebnisoffene Schwangerenberatung stabilisiert Frauen in einer besonders sensiblen Lebenslage, sie unterstützt durch Gespräche und Informationen bei der Entscheidungsfindung und begleitet Frauen und Männer dabei hineinzuwachsen in die neue Rolle als Vater/Mutter, wenn dies gewünscht ist. Dies hat langfristig positive Wirkung für die Kinder und das gesamte Familiengefüge und ist von hohem Wert für die ganze Gesellschaft.

 

Mythen dominieren die Diskussionen

 

„Die Wortmeldungen im Parlament, die Schwangerenberatung Manipulation unterstellen, zeugen von wenig Fachkenntnis. Ebenso falsch ist die Vorstellung, ungeplante Schwangerschaften könnten durch kostenlose Verhütung weitgehend vermieden werden. Leistbare Verhütung ist wichtig. Aber es ist ein Mythos, dass sich das Kinderbekommen zu 100 % planen lässt“, meint Mag. Martina Kronthaler von aktion leben.

 

Von den rund 400 Familienberatungsstellen sind wenige auf Schwangerenberatung spezialisiert. Frauen erhalten zudem zu wenige Informationen, dass es solche Beratungseinrichtungen gibt. Ein Negativbeispiel ist die Stadt Wien. In einschlägigen Broschüren sowie Homepages der Stadt gibt es beispielsweise keinen Hinweis auf die Beratungsleistung von aktion leben. Kronthaler dazu: „Psychosoziale Schwangerenberatung vor einem Abbruch ist in Österreich nicht verpflichtend und wir finden das auch gut so. Die Frauen sollen selbst entscheiden, ob sie das brauchen und nützen wollen. Sie müssen dieses Angebot aber zumindest auf den entsprechenden Informations-Seiten finden, um sich damit auseinandersetzen zu können. Es ist also zu bemängeln, dass es zu wenige spezialisierte Beratungsstellen gibt, dass diese zu wenig bekannt sind und dass sie stark unterdotiert sind. Praktische Hilfen werden ausschließlich aus Spenden getätigt.“

 

Solide Daten zu Abbrüchen fehlen

 

An all diesen Beispielen zeigt sich, dass das Thema nicht sachlich, sondern ideologisch behandelt wird. Martina Kronthaler: „Das Thema ist zu ernst, es sollte nicht dem Parteien-Hick-Hack ausgeliefert werden!“ aktion leben appelliert an den Nationalrat, das Thema sachgerecht und auf der Basis von soliden Informationen zu behandeln. „Österreich hat noch immer keine Zahlen und keine aktuellen wissenschaftlichen Studien über Schwangerschaftsabbrüche. Unsere Bürgerinitiative ,Fakten helfen!‘ fordert genau das, und wie sich zeigt, wäre es überaus notwendig, um auf ein anderes Niveau der Auseinandersetzung zu kommen“, betont Kronthaler abschließend.

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