Dienstag 17. Oktober 2017
Pressemeldungen 2017

aktion leben sieht Frauenvolksbegehren kritisch

aktion leben tritt seit Jahrzehnten für Frauenanliegen ein. Forderungen des Frauenvolksbegehrens wie Ausbau von Frauenhäusern, Verbesserung im Bereich des Unterhaltsvorschusses oder qualitativ hochwertige Kinderbetreuung begrüßt der Verein ausdrücklich. Dennoch unterstützt aktion leben das Frauenvolksbegehren in Summe nicht.


 

„Wiewohl wir viele Forderungen des Frauenvolksbegehrens sehr gut verstehen und für wichtig halten, empfinden wir es über weite Strecken als einseitig. Es wird sicher nicht allen Frauen gerecht. Einzelne Forderungen sind rein ideologisch inspiriert, Sachlichkeit fehlt“, hält aktion leben österreich in ihrer Stellungnahme fest. „Ein Frauenvolksbegehren, das letzten Endes mehr Humanität in die Gesellschaft bringen möchte, müsste veraltete Denkmuster überwinden. Es sollte alle Frauen mitdenken und nicht einseitige Ideologien vertreten. Das Frauenvolksbegehren schafft diesen Brückenschlag nicht.“

In der ausführlichen Stellungnahme von aktion leben österreich sind drei Punkte des Volksbegehrens kritisch herausgegriffen: Schwangerschaftsabbruch, Bildungspolitik, Kinderbetreuung.

 

Frauen vereinen in der Prävention

 

Klar ideologisch argumentiere das Frauenvolksbegehren beim Schwangerschaftsabbruch. Ein vertieftes Verständnis für das Thema, das über Forderungen der 70er Jahre hinausgehe, fehle, so die aktion leben österreich. „Sinnvollerweise müsste das Frauenvolksbegehren zuallererst fordern, dass Daten über Schwangerschaftsabbrüche in Österreich erhoben werden. Es müsste sowohl eine anonyme Statistik der Abbrüche fordern wie auch eine regelmäßige wissenschaftliche Erforschung der Motive. Solange Abbrüche tabuisiert werden, können Maßnahmen der Prävention schwer gesetzt und vor allem nicht überprüft werden“, heißt es in der Stellungnahme des Vereins. Die Proponentinnen des Frauenvolksbegehrens hätten sich von männlichen angeblichen Experten an der Nase herumführen lassen. „Es ist ein Themenfeld, bei dem viel zu tun wäre. Frauen in dem Ziel zu vereinen, die Zahl der Abbrüche zu reduzieren, wäre ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiet der Frauenpolitik“, resümiert die aktion leben österreich.

 

Bildung: unausgewogener Schwerpunkt

 

In der Bildungspolitik werde ein zwar wichtiger Baustein für eine friedliche Gesellschaft, die Vermittlung vielfältiger Buben-, Mädchen- und Geschlechterbilder, gefordert. Jedoch fehle die Einbettung  in ein grundsätzliches Verständnis von Menschenrechten und Menschenwürde. Deshalb unterstütze aktion leben auch diese Forderung nicht. Eine Erweiterung Richtung Vermittlung der Fruchtbarkeit als positive Kraft, die Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken würde, fehlt der aktion leben österreich ebenso wie die Beschäftigung mit Optimierungswünschen beim Kinderbekommen, die viele Frauen unter Druck setzen würden.

 

Frauenpolitik nicht auf Rücken der Kinder

 

Die einseitige Förderung der außerhäuslichen Betreuung ab Ende des Mutterschutzes hält aktion leben für eine Politik auf dem Rücken der Kinder. „Kinder haben zuallererst ein Recht auf Bindung und Beziehung. Moderne Frauenpolitik darf Frauen- und Kinderrechte nicht gegeneinander ausspielen“, so die aktion leben, die für Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung, gerechte Väterbeteiligung und beste außerhäusliche Betreuung, wo diese nötig ist, eintritt.

 

Aus all diesen Gründen unterstützt aktion leben das Frauenvolksbegehren nicht. Die vollständige Stellungnahme der aktion leben finden Sie hier.

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