Mittwoch 14. November 2018
Pressemeldungen 2018

Kinderbekommen.at: Kritik an Reproduktionsmedizin ist berechtigt

Die Plattform „kinderbekommen.at“ weist den Vorwurf von Wilfried Feichtinger zurück, sie diskreditiere die IVF. „kinderbekommen.at“ kritisiert einzelne Techniken der Reproduktionsmedizin, die Frauen- und Kinderrechte verletzten. Volle Transparenz und das Einhalten der Gesetze sind daher der Plattform besondere Anliegen.

 

Rund sechs Millionen Kinder wurden bisher durch Hilfe der Fortpflanzungsmedizin geboren. Dieser Erfolg steht außer Frage. Viele Eltern sind dankbar, dass sie Hilfe durch die Reproduktionsmedizin erfahren haben. Viel weniger als die Erfolge werden allerdings die Schattenseiten reproduktionsmedizinischer Maßnahmen gesehen. Dazu gehören vielfache Grenzüberschreitungen, Misserfolge, aber auch Intransparenz und Geschäftemacherei auf Kosten von Frauen und Kindern.

Der Gesetzgeber hat deshalb die Aufgabe, Grenzen zu setzen, wo ethische Grenzen überschritten werden, Dritte geschädigt werden könnten oder medizinische Risiken sehr groß sind. Der Fall ist dies insbesondere bei der Keimzellspende, der Leihmutterschaft oder der Präimplantationsdiagnostik. Bei der Eizellspende werden junge, gesunde Frauen zu Patientinnen gemacht, bei der Leihmutterschaft Frauen ausgebeutet. Die Rechte der Kinder auf Kenntnis ihrer Abstammung und eine eindeutige Identität werden vielfach ignoriert.

 

Die Forderungen von „kinderbekommen.at“

Die Plattform „kinderbekommen.at“ wiederholt ihre Forderungen, die sie aus der beobachteten Praxis und Versäumnissen der Politik, aber auch der Reproduktionsmedizin selbst ableitet. kinderbekommen.at fordert

  • ein zentrales Register für Eizellspenderinnen und Samenspender, damit Kinder, die durch Keimzellspenden gezeugt wurden, ihre Herkunft erfahren können,
  • eine umfassende Dokumentation und Begleitforschung reproduktionsmedizinischer Maßnahmen, wie sie auch in anderen medizinischen Bereichen üblich ist,
  • die Einhaltung der Gesetze durch die Reproduktionsmediziner,
  • die Einrichtung einer unabhängigen Beratung sowohl für Kinderwunschpaare wie für Eizellspenderinnen, um Interessenskonflikten vorzubeugen,
  • ein umfassendes, grenzüberschreitendes Verbot von Leihmutterschaft,
  • eine Evaluierung und einen politischen und gesellschaftlichen Diskurs, ob die Präimplantationsdiagnostik gerechtfertigt ist,
  • eine Änderung der Bewilligungspraxis für Erbkrankheiten, die mittels PID gesucht werden dürfen, denn die bisherige Bewilligungspraxis hat sich sofort nach Einführung der PID von den gesetzlichen Vorgaben entfernt sowie
  • echte Qualitätskontrolle und Transparenz im Interesse der hilfesuchenden Paare.

Eine detaillierte Darstellung der Forderungen von kinderbekommen.at und ihre Forderungen finden Sie auf www.kinderbekommen.at sowie auf www.aktionleben.at.

 

kinderbekommen.at

 

2015 schlossen sich aktion leben österreich, der Katholische Familienverband, die Katholische Aktion Österreich und der Verband Katholischer Verbände zusammen, um gegen die damals geplante Reform des  Fortpflanzungsmedizingesetzes zu protestieren. Rund eine Million Protest-E-Mails wurden auf ihre Initiative hin an die Bundesregierung geschickt. Das Gesetz fand leicht modifiziert dennoch eine Mehrheit im Parlament. Seit damals beobachtet die Plattform, wie das Fortpflanzungsmedizingesetz umgesetzt wird und wirbt für eine Auseinandersetzung mit den Folgen fortpflanzungsmedizinischer Techniken auf Kinder, Frauen und Gesellschaft.

 

 

 

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Darstellung:
http://www.leihmutterschaft.at/