Mittwoch 14. November 2018
Pressemeldungen 2018

Statistik über Abtreibungen: aktion leben möchte Taten!

Der Gesundheitsausschuss soll in diesem Jahr noch über die aktion leben-Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ beraten. Mit ihr fordert der unabhängige Verein die Einführung einer anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche sowie eine wissenschaftliche Erforschung der Motive dafür. aktion leben setzt weiterhin auf die rasche Umsetzung dieser Maßnahmen.

 

„Mit einer Statistik über Schwangerschaftsabbrüche zeigen PolitikerInnen, dass sie die Notlagen schwangerer Frauen ernstnehmen“, erklärt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich. Österreich sei fast das einzige Land in Europa, das über keine validen, seriös erhobenen Basisdaten zu diesem Thema verfüge.

 

Gesundheitsausschuss ist am Ball

„Fakten helfen!“ wurde in der neuen Legislaturperiode neuerlich dem Gesundheitsausschuss zugewiesen. Es wurde angekündigt, „Fakten helfen!“ noch in diesem Jahr wieder auf die Tagesordnung zu setzen. aktion leben appelliert dringend an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses, dass endlich grünes Licht für die längst fällige Gesetzesinitiative gegeben wird.

 

Konstruktive Gespräche sind möglich

„Wir haben bereits viele sachliche und konstruktive Gespräche geführt und auch viel Zuspruch erhalten. Hinter uns stehen nicht nur die vielen UnterstützerInnen unserer Bürgerinitiative. Auch in politischen Gesprächen habe ich Verständnis für unsere Position gespürt. Es ist einfach: Sollen die Abbruch-Zahlen gesenkt werden, müssen zuerst einmal verlässliche Zahlen auf den Tisch“, betont Martina Kronthaler. Nur auf dieser Basis können bedarfsgerechte Angebote zur Prävention entwickelt werden, deren Erfolg auch überprüft werden kann.

 

Fristenregelung wird nicht berührt!

Die aktion leben-Generalsekretärin verweist erneut darauf, dass mit der Forderung nach einer anonymen Abbruch-Statistik weder die Fristenregelung noch das Strafrecht berührt werden. „Wir wollen eine einfache Meldepflicht von Abbrüchen. Dazu reicht ein Zusatz im Krankenanstalten- sowie im Ärztegesetz“, stellt Kronthaler klar. „Ärztinnen und Ärzte sollen verpflichtet werden, Daten, die ohnehin bei jeder Anamnese vor einem Schwangerschaftsabbruch erhoben werden, anonymisiert an die Statistik Austria zu melden.“ Kronthaler betont, dass die Meldung von Abbrüchen in allen anderen Ländern in Europa problemlos und datenschutzkonform durchgeführt werde. „Warum soll das ausgerechnet in Österreich nicht möglich sein?“

Unabhängig von der Statistik soll es eine wissenschaftliche Erforschung der Motive für Abbrüche geben: „In Zusammenhang mit der Statistik würden regelmäßige Forschungen uns ein klares Bild davon geben, wo Handlungsbedarf besteht.“

 

Not erfordert genaueres Hinsehen

Mit der Statistik wäre ein Anfang gesetzt für das Ziel, die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche kontinuierlich durch Prävention und Unterstützung zu senken. „Wir wollen und können die Ignoranz der bisherigen Regierungen gegenüber diesem Thema nicht länger hinnehmen!“, betont Kronthaler. Denn: „Ein Schwangerschaftsabbruch ist nichts, was sich eine Frau für ihr Leben einfach so wünscht.“ Würde man genauer hinsehen, würde man viel Not entdecken: „Viele Schwangerschaftsabbrüche passieren aus großer innerer oder äußerer Bedrängnis. Wir wollen mit ,Fakten helfen!‘, dass ein auf Fakten basierender Dialog in Gang kommt, damit mehr Positives für die Frauen und Familien passiert“, so Kronthaler abschließend.

DANKE

Vielen Dank für Ihre Spende. Jeder Beitrag ist wichtig.

 Ihre Spende an aktion leben österreich ist steuerlich absetzbar.
 

IMMER INFORMIERT

Abonnieren Sie gratis die Zeitung der aktion leben.

Unser Informationsblatt:

Jetzt gratis abonnieren!

aktion leben österreich
A-1150 Wien, Diefenbachgasse 5/5
T: +43.1.512 52 21 | F: +43.1.512 52 21-25 | E: info@aktionleben.at
Darstellung:
http://www.leihmutterschaft.at/