Freitag 18. Januar 2019
Pressemeldungen 2018

Schwangere Frauen in Krisen stärken!

aktion leben bemängelt den politischen Willen, Frauen mit schwierigen Schwangerschaften zu unterstützen. Besonders Frauen, die sich in psychischen Krisen befinden, brauchen eine multiprofessionelle Begleitung von der Schwangerenberatung bis zur medizinischen Unterstützung und stationären Betreuung.

 

Eine Schwangerschaft ist eine besonders sensible Lebensphase. Sie ist zum einen sehr bedeutsam für die schwangere Frau und ihre Familie. Zum anderen erfährt das  Kind – vermittelt durch die Mutter – prägende Eindrücke: Es wird in seiner psychischen und somatischen Konstitution grundgelegt. „Frauen mit Krisen in der Schwangerschaft müssen deshalb viel engagierter begleitet werden durch ein dichtes und verlässliches Netz an Angeboten“, betont aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler.

 

Frauen mit psychischen Problemen krass unterversorgt

Schwangerenberatung ist die erste wichtige Anlaufstelle: „Wir sehen, wie es einer Frau geht und können bei Bedarf an die richtigen Spezialeinrichtungen weitervernetzen. Das ist entscheidend für Frauen, die unter psychischen Belastungen leiden!“ Es gibt vorbildliche Einrichtungen dafür, deren Kapazität steht aber in keinem Verhältnis zum Bedarf: „Wir arbeiten seit Jahren bestens mit der Spezial-Ambulanz für peripatale Psychiatrie im Wilhelminenspital in Wien zusammen.“ An diese können sich Mütter und Väter in psychischen Krisen wenden, die in Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt stehen. „Wir merken allerdings immer wieder, wie schwierig es selbst für Frauen in schwersten Krisen ist, dort einen Platz zu bekommen.“

 

Schlechte Versorgung ein Skandal!

Noch schlechter versorgt sind Frauen mit neugeborenen Kindern, die stationär aufgenommen werden müssten: Derzeit gibt es noch das in Österreich einzigartige Kompetenzzentrum „Perinatale Psychiatrie“ am Wiener AKH. „Dieses unverzichtbare Projekt ist allerdings gefährdet bzw. zu wenig gesichert, obwohl der Bedarf da ist“, kritisiert die aktion leben-Generalsekretärin. Wird das Projekt nicht mehr finanziert, gäbe es in Wien mit rund 20.000 Geburten pro Jahr gar keine Möglichkeit mehr, Frauen nach der Geburt mit ihrem Kind psychiatrisch stationär aufzunehmen. „Ein gewisser Prozentsatz der Frauen leidet an psychischen Erkrankungen, auch sind Frauen während der Schwangerschaft und rund um die Geburt sehr verletzlich. Diese Frauen und ihre Kinder müssen adäquat versorgt werden, das Wegschauen ist ein Skandal!“, erklärt Kronthaler. Das Ziel muss sein, dass die Frau es mit ihrem Kind gut schafft. Das würde Kosten und auch viel Leid ersparen.

 

Schwangerenberatung ausgehungert

Auch die Schwangerenberatung selbst ist finanziell ausgehungert. „Ohne Spenden zu sammeln wäre der Betrieb der aktion leben-Schwangerenberatung nicht aufrecht zu erhalten. Finanzielle Überbrückungshilfen leistet der Verein ausschließlich aus Spenden, da es keinen Hilfsfonds für Schwangere wie in Deutschland gibt. Dass wir einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft leisten, wenn wir Frauen in der Schwangerschaft und auch danach begleiten, ist vielen Politikerinnen und Politikern nicht bewusst“, bemängelt Kronthaler. „Wir fordern ein Umdenken und Wahrnehmen der Bedürfnisse schwangerer Frauen, werdender Väter und von Kindern! Dies ist der Schlüssel zu mehr Gesundheit und Glück in unserer Gesellschaft.“

 

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